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05.06.2020

Schweiz an der Spitze der Patentanmeldungen dank Pharmaunternehmen

Die weltweiten Patentanmeldungen sind laut dem Europäischen Patentamt (EPA) auch im Jahr 2019 wieder angestiegen. 181’406 Patente wurden im 2019 insgesamt beim EPA angemeldet, was einem Anstieg von 4.0% zum Vorjahr entspricht (2018: 174’481). Fast die Hälfte dieser Patente stammt von Unternehmen in europäischen Ländern, wodurch sich die Forschungskraft des europäischen Marktes widerspiegelt.


Die Zahl der Patentanmeldungen aus der Schweiz stieg dabei von 7961 im 2018 auf 8249 im 2019. Auf die Anzahl Patentanmeldungen pro Million Einwohner bedeutet dies, dass die Schweiz weltweit unbestrittener Spitzenreiter ist. Mit 988.1 Anmeldungen pro Million Einwohner reicht die Schweiz mehr als doppelt so viele Patentanmeldungen ein wie das zweitplatzierte Schweden (432.8 Anmeldungen pro Million Einwohner).

 

Die Schweizer Pharmaunternehmen tragen mit ihrer Innovationsleistung massgeblich zu dieser hohen Zahl an Patentanmeldungen bei. Mit Roche auf dem 2. und Novartis auf dem 6. Platz der Schweizer Firmen mit den meisten Patentanmeldungen sind gleich zwei Interpharma Mitglieder unter den Top 10 vertreten.

 

Patentschutz als Anreiz zu Forschung- und Entwicklung

Der Schutz durch Patente ermöglicht es Firmen, die hohen Investitionskosten von Forschung und Entwicklung zu tragen, da das Patent dem Urheber der Erfindung das Recht zur exklusiven kommerziellen Nutzung einräumt. Dadurch fördern Patente die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit vieler innovativer Unternehmen. Vor allem für die Pharmaindustrie ist dieser Patentschutz von grundlegender Bedeutung, da der Forschungs- und Entwicklungsprozess für ein neues Medikament mit neuem Wirkstoff mittlerweile im Durchschnitt 12 Jahre dauert und rund 2.6 Milliarden Franken kostet. Durch die lange Entwicklungsdauer wird die Zeit, in welcher die hohen Entwicklungskosten unter Patentschutz refinanziert werden können, für Pharmafirmen immer kürzer. Kaum eine andere Branche ist in solchem Masse darauf angewiesen ihre Erfindungen schützen zu können wie die Pharmabranche.

 

Quelle:www.interpharma.ch