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26.02.2020

Pharmaindustrie mit grossem Anteil hoch qualifizierter Fachkräfte

Die Pharmaindustrie zeichnet sich durch eine sehr hohe und deutlich überdurchschnittliche Forschungsintensität aus. Dies zeigt sich auch in der Qualifikationsstruktur der Beschäftigung.


Quelle: BAK Economics BFS

Im Jahr 2017 investierten internationale Pharmaunternehmen rund 6.5 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F&E) in der Schweiz. Gegenüber 2004 bedeutet das eine Steigerung um rund 2.1 Milliarden Franken. Das FuE-Personal stieg zwischen 2004 und 2017 von rund 6'000 auf rund 9'500 (FTE). Während der Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften infolge der steigenden Forschungsintensität deutlich anstieg, bremsten Automatisierungs- und Auslagerungsaktivitäten im Bereich der mittel- bis weniger qualifizierten Tätigkeiten die Beschäftigungsdynamik.

 

 

Forschungsintensität führt zu einem hohen Anteil an Hochqualifizierten

Diese Entwicklungstendenzen zeigen sich in der Qualifikationsstruktur der Beschäftigung sehr deutlich. So hat in der Pharmaindustrie der Anteil der Beschäftigten mit einem tertiären Abschluss von 43 Prozent im Jahr 2010 auf 58 Prozent im Jahr 2017 zugenommen. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der Mitarbeitenden mit einem Abschluss unterhalb der Sekundarstufe 2 von 12 auf 9 Prozent. In der restlichen Industrie lag der Anteil der Hochqualifizierten 2017 bei 30 Prozent, in der Gesamtwirtschaft bei 34 Prozent.

 

Keine Abweichung bei der Teilzeitstruktur

In Bezug auf die Teilzeitstruktur weicht die Pharmaindustrie nicht wesentlich vom Beschäftigungsmuster im restlichen industriellen Sektor ab. Der Anteil der Beschäftigten mit einem Pensum von mehr als 90 Prozent betrug 2018 86 Prozent und lag damit nur wenig höher als in der restlichen Industrie (83%). Dienstleistungsbranchen wie der Detailhandel oder das Gastgewerbe weisen typischerweise einen wesentlich höheren Anteil an Teilzeitstellen auf als die Industrie. Der gesamtwirtschaftliche Anteil der Vollzeitbeschäftigten lag deshalb deutlich niedriger bei 60 Prozent.

 

Vergleichsweise hoher Frauenanteil

Anders als bei der Teilzeitstruktur unterscheidet sich die Pharmaindustrie beim Anteil der weiblichen Beschäftigten deutlich von der restlichen Industrie. Während der Frauenanteil in der Pharmaindustrie 2018 mit 44 Prozent in etwa im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (46%) lag, waren Männer in den restlichen Industriebranchen mit einem Anteil von 70 Prozent deutlich in der Überzahl.

 

Quelle: www.interpharma.ch, Simon Fry