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13.12.2019

Eröffnung Produktionsanlage in Stein

Das Interpharma-Mitglied Novartis hat Ende November im Beisein von hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft die neue Produktionsanlage zur Herstellung von Zell- und Gentherapien in Stein AG eröffnet.


©Novartis

Am 28. November 2019 wurde in Stein im Kanton Aargau die neue Produktionsanlage von Novartis eröffnet. Von dort werden Leukämie-Patienten die erste CAR-T-Zelltherapie erhalten. Die neue Technologie wird in einem neu errichteten Gebäude in Stein seit August 2018 eingeführt. Der Neubau beherbergt neben CAR-T-Zelltherapien auch die Herstellung von innovativen, schwierig herzustellenden festen Darreichungsformen. Die Gesamtinvestitionen über drei Jahre in Zell- und Gentherapien belaufen sich dabei auf über 90 Millionen Schweizer Franken.

 

 

Weiterbeschäftigung und Schulung von eigenen Mitarbeitenden

Bisher sind in Stein rund 185 neue Stellen in der Zell- und Gentherapie geschaffen worden, mit einem Potenzial von bis zu 265 weiteren Positionen im Verlauf der nächsten Jahre. Novartis legt grossen Wert darauf, eigene Mitarbeitende im Bereich Zell- und Gentherapien auszubilden und weiterzuentwickeln. Fast alle neuen Mitarbeitenden waren zuvor in der traditionellen chemischen und pharmazeutischen Produktion der Novartis-Standorte in Basel, Schweizerhalle und Stein beschäftigt. Da die Bedeutung der traditionellen Produktion immer stärker abnimmt und der Trend zu kleinvolumigen, schwierig herzustellenden und hochkomplexen Produkten geht, wurden die Mitarbeitenden in einem speziellen mehrmonatigen Trainingsprogramm geschult.

 

Neuartige Therapie

Im Gegensatz zu den herkömmlich hergestellten Medikamenten wird bei Zell- und Gentherapien für jeden Patienten eine persönliche Medikation produziert. Dazu werden einem Patienten, der meist schon verschiedene Therapien durchlaufen hat, eigene Blutzellen entnommen, die dann nach Stein verschickt werden. Dort wird ein Teil der weissen Blutkörperchen, die sogenannten T-Zellen, angereichert und genetisch so verändert, dass sie die Krebszellen im Blut des Patienten erkennen und bekämpfen können. Danach werden die veränderten Zellen zurück ins Spital geschickt und dem Patienten per Infusion verabreicht.

 

Neben dem Standort in Stein betreibt Novartis bereits eine Produktionsanlage in den USA, die Patienten in den zugelassenen Ländern weltweit mit Zell- und Gentherapien versorgt. Vergangenes Jahr wurde auch ein französischer Hersteller von Zell- und Gentherapien übernommen, um den künftigen Bedarf in Europa zu decken. Zudem unterhält Novartis strategische Partnerschaften in Ländern in Asien.