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28.01.2020

Der lange Weg zum Medikament

In einem Medikament stecken jahrelange Präzisionsarbeit und interdisziplinäre Expertise. Damit die Medizin beim Menschen verlässlich wirkt, ist in der Entwicklung von neuen Medikamenten die Forschung mit Tieren unabdingbar.


Animal Welfare Report 2019

Von den ersten Anfängen im Labor bis zur Zulassung eines Wirkstoffs braucht es etwa 12 Jahre - und weitere Jahre, bis das Arzneimittel im medizinischen Alltag etabliert ist. Grundlagenforschung und translationale (anwendungsbezogene) Forschung bereiten den Boden für die Entwicklung von medizinisch nutzbaren Substanzen, die umfassend vorklinisch und klinisch geprüft werden müssen, damit Patienten von neuen, wirksameren Therapien profitieren können

 

Am Anfang eines neuen Medikaments beziehungsweise eines Diagnostikums zur Erkennung und Bestimmung von Krankheiten steht die biomedizinische Grundlagenforschung. Sie sucht nach Mechanismen, die Krankheiten auf der Ebene von Zellen, Zellbestandteilen oder sogar von einzelnen Molekülen zugrunde liegen. Hierfür nutzt die Forschung eine breite Palette moderner Methoden, darunter Tiermodelle. An ihnen lassen sich die Lebensvorgänge, wie sie im Menschen ablaufen, nachvollziehen und Krankheiten verstehen. Die Forschung schafft mit ihren Erkenntnissen die Voraussetzung, um nach neuen medizinischen Wirkstoffen überhaupt erst suchen zu können. Denn nur wer einen Angriffspunkt (ein sogenanntes Target) hat, kann nach einem Stoff suchen, der ins Krankheitsgeschehen wirksam eingreift.

 

Die Suche nach geeigneten Substanzen und deren «Bau» sind in der Regel ein mehrjähriger Prozess aus Hunderten von Einzelschritten. Eine grosse Zahl von Substanzen wird daraufhin untersucht, ob sie die für einen Wirkstoff erforderlichen Eigenschaften aufweisen. Computergestützte Verfahren leisten dafür gute Dienste. Sie ersetzen heute Tierversuche in erheblichem Umfang.

 

Quelle: www.interpharma.ch, Christiane Becker