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22.10.2018

Stabiler Anteil der Medikamente

Die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz geben monatlich rund 800 Franken für Gesundheit aus. Dies geht aus neuen Zahlen des Bundes hervor. Die Daten zeigen auch: Der Anteil der Medikamente an den Gesundheitskosten ist stabil.


© Bundesamt für Statistik (BfS), 2018

Rund 80 Milliarden Franken – so viel wurden 2016 gemäss den heute publizierten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BfS) im Schweizer Gesundheitswesen ausgegeben. Monatlich gaben die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz pro Kopf 801 Franken für Gesundheit aus. Gemessen an der Wirtschaftsleistung machten die Gesundheitskosten 2016 12.2% des Bruttoinlandsprodukts aus. Seit den 1960er-Jahren hat sich dieser Anteil verdoppelt.

 

Anteil der Medikamente ist stabil

Das BfS hat im vergangenen Jahr die Methodik der Gesundheitskostenstatistik an die Standards der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) angepasst, weshalb es zu zahlreichen Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren gekommen ist. Gewisse Gesundheitsleistungen wurden neu kategorisiert und zudem wurden erstmals auch im Spital stationär und ambulante abgegebene Medikamente in die Statistik einbezogen.

Den grössten Anteil aller Leistungen hat die ambulante Behandlung mit einem Anteil von 26.6%, gefolgt von stationären Behandlungen (19.6%) und der Langzeitpflege (19.4%). Auf die Medikamente fiel insgesamt ein Anteil von 12.8%. Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einer leichten Erhöhung von 0.2 Prozentpunkten, die insbesondere auf die Einführung neuer, innovativer Medikamente zurückzuführen ist. Der Anteil der Medikamente ist abgesehen davon seit 2010 stabil respektive leicht rückläufig.

 

Zunahme der Gesundheitskosten im Zeitverlauf

Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996 sind die Gesamtgesundheitskosten in fast jedem Jahr angestiegen. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der Gesundheitskosten betrug seit 2010 3.6%. Im Vergleich dazu sind die Kosten für Medikamente jährlich im selben Zeitraum im Durchschnitt um 3.2% gewachsen. Das mit einem jährlichen Kostenzuwachs von über 8.7% stärkste Wachstum wurde bei den sogenannten „unterstützenden Dienstleistungen“ verzeichnet. Damit sind z.B. Laboranalysen oder Rettungstransporte gemeint.

 

Quelle: www.interpharma.ch