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30.04.2019

So viele Schweizer Patente wie noch nie

Im Jahr 2018 ist die Zahl der Patentmeldungen aus der Schweiz erneut angestiegen. Für die Pharmaindustrie sind Patente eine notwendige Voraussetzung, dass auch weiterhin Geld in Forschung und Entwicklung investiert wird.


Im vergangenen Jahr ist die Zahl der beim Europäischen Patentamt (EPA) angemeldeten Patente von Schweizer Firmen auf einen neuen Rekordwert geklettert. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der Patentanmeldungen aus der Schweiz beim EPA um 7,8 Prozent auf 7927. Gemessen an den Anmeldungen pro Einwohner ist die Schweiz in Europa Spitzenreiter. Die Zunahme war mehr als doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt von 3,8 Prozent. Mit 956 Patentanmeldungen pro Million Einwohner liegt die Schweiz mit deutlichem Abstand an erster Stelle und zählt punkto Innovation zu den Wachstumstreibern in Europa.

 


Die positive Entwicklung der angemeldeten Patente ist unter anderem auch den Schweizer Pharmakonzernen zu verdanken. Mit Roche und Novartis stehen gleich zwei Interpharma Firmen in den Top 5 der innovativsten Unternehmen der Schweiz. Die Roche hat bereits zum vierten Mal in Folge am meisten Patente eingereicht.

 

Patente als Anreiz für Forschung und Entwicklung

Durch den Patentschutz werden die für Forschung und Entwicklung getätigten Investitionen geschützt und Anreize für weitere Innovationen geschaffen, denn die Entwicklung neuer Medikamente ist zeitaufwendig und teuer und die Pharmafirmen tragen das Forschungsrisiko allein. Nur wenige Branchen sind in solch hohem Masse auf einen starken Patentschutz angewiesen wie die Pharmabranche. Durchschnittlich über 2.5 Milliarden US-Dollar kostet die Entwicklung eines neuen Medikaments mit neuem Wirkstoff. Diese Investitionen können Pharmafirmen nur tätigen, wenn Sie ihre Erfindungen durch ein Patent schützen können.

 

Quelle: Simon Fry, www.interpharma.ch