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careforce switzerland ag
17.07.2020

Rahmenbedingungen für den Wachstumsmotor der Schweiz nicht gefährden!

Die Mitglieder von interpharma sind für 40% der gesamten Schweizer Exporte verantwortlich und damit mit weitem Abstand die wichtigste Exportbranche der Schweiz. Die Hälfte unserer Exporte gehen in die EU. Geregelte Beziehungen mit der EU sind deshalb für die Pharma absolut zentral weshalb wir auch seit sieben Jahren die Europabefragung durch die gfs.bern erstellen lassen.


Geregelte Beziehungen bedeutet für uns insbesondere offene Grenzen für Waren, Personen und Ideen. Vertragstechnisch umgesetzt mit der EU bedeutet dies, dass die Abkommen über technische Handelshemmnisse, die Personenfreizügigkeit und das Forschungsabkommen unbedingt aufrechtzuerhalten sind. Die Begrenzungsinitiative würde diese zentralen Rahmenbedingungen für den Pharmastandort Schweiz massiv beschädigen. Interpharma lehnt diese Initiative deshalb ab.

 

2020 ist ein entscheidendes Jahr für die Beziehungen Schweiz-EU. Die Befragung von gfs.Bern zeigt, dass die Coronakrise einerseits das ambivalente Verhältnis der Schweizer Bevölkerung zur EU verstärkt hat. Sie hat aber auch deutlich das Bewusstsein gestärkt, dass die Schweiz existenziell auf gute wirtschaftliche Beziehungen und offene Grenzen mit der EU angewiesen ist.

 

Es ist erfreulich zu sehen, dass die Bevölkerung die Einschätzung von interpharma teilt, dass der Zugang zu Bildung- du Forschung sowie zum Binnenmarkt absolut zentral sind. Beide erreichen Höchstwerte, mit Zustimmungsraten zwischen 80-90%.

 

Die Resultate zeigen zudem auch deutlich, dass die Gefährdung des Bilateralen Weges ist NICHT akzeptabel ist. Ebenso sind der Alleingang oder ein EU Beitritt keine Optionen. Auch wenn das institutionelle Rahmenabkommen kein Wunschabkommen ist es in der Schweizer Bevölkerung klar mehrheitsfähig, wenn es dazu beiträgt den bilateralen Weg zu sichern. Interpharma unterstützt diese pragmatische Sichtweise der Bevölkerung und würde sich wünschen, wenn die Regierung und das Parlament in dieser Frage endlich ihre Führungsverantwortung wahrnehmen würde.

 

Die exportorientierte Wirtschaft braucht Planungs- und Rechtssicherheit, gerade in so schwierigen Zeiten wie heute. Stabile und geregelte Beziehungen zu unserem wichtigsten Wirtschaftspartner sind deshalb zentral. Deshalb Nein zur Begrenzungsinitiative.

 

Quelle: www.interpharma.ch