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21.11.2018

3R-Symposium fördert Austausch

Am vergangenen Montag hat das 3R-Symposium von Roche stattgefunden. An der Veranstaltung hatten die rund 250 internen und externen Gäste die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen im Bereich 3R zu diskutieren.


© pixabay

Am 19. November fand das globale 3R-Symposium bei Roche in Basel statt. Rund 200 interne sowie externe Gäste nahmen an der eintägigen Veranstaltung teil und tauschten ihre Erfahrungen im Bereich 3R (Reduce, Replace, Refine) und Tierschutz aus. Das 3R-Symposium ist für Roche eine grosse Chance, das Engagement im Bereich Tierschutz und 3R weiter zu fördern und die Mitarbeitenden rund um den Globus zu sensibilisieren. Denn Roche engagiert sich seit Jahren für den Schutz von Labortieren und setzt sich für einen verantwortungsvollen, ethischen und wissenschaftlich angemessenen Einsatz von Tieren in der Forschung ein. Durch eine strikte Umsetzung der 3R-Prinzipien auf globaler Ebene, soll die Belastung der Tiere verringert, sollen Tierversuche reduziert oder allenfalls ganz ersetzt werden.

Hochkarätige Referenten

Neben internen Referenten nahmen auch renommierte externe Referenten und Gäste teil. Fortschritte im Bereich der 3R sowie die Thematik der Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen beschäftigten die Anwesenden. Prof. Joseph Garner von der Stanford University erläuterte anhand von konkreten Beispielen anschaulich, wie die Qualität von Tierversuchen verbessert und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen erhöht werden kann. In der Diskussion war man sich einig, dass es in diesem Bereich noch viel Potenzial gibt. Des Weiteren waren die Organs-on-a-chip-Technologie und der Einsatz von künstlicher Intelligenz Schwerpunkte der Veranstaltung. Dank der Förderung der 3R und dem Einsatz neuer Technologien ist es gelungen, die Zahl der in der Forschung einsetzten Tiere über die vergangenen Jahre zu reduzieren, obwohl nicht weniger Forschung betrieben wird.

 

In-Vivo Forschungszentrum setzt neue Massstäbe

Zurzeit wird auf dem Areal von Roche ein neues in-vivo Forschungsgebäude erstellt, dass höchsten Anforderungen und neuesten Standards mit Bezug auf die Versuchstierhaltung und Hygiene entsprechen wird. Auch die Bedürfnisse der Forschenden wurden von Beginn weg in die Planung und Gestaltung der Gebäude einbezogen. Die transparente Architektur fördert die Kommunikation. Zudem wurden ergonomische Kriterien in die Planung aufgenommen, um körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen vorzubeugen.

 

Tierversuche weiterhin notwendig

Trotz der erzielten Fortschritte und des grossen Engagements gilt es festzuhalten, dass unzählige schwere und komplexe Krankheiten wie zum Beispiel Aids, Alzheimer, Krebs und psychische Erkrankungen nach wie vor nicht geheilt werden können oder keine wirksamen Therapien zur Verfügung stehen. Um bessere Medikamente gegen diese Krankheiten zu entwickeln, ist die Pharmaindustrie in der präklinischen Phase darauf angewiesen, die Vorgänge sowohl am gesunden, wie am kranken Gesamtorganismus zu untersuchen. Zudem sind zur Prüfung der Sicherheit von neuen Medikamenten Tierversuche noch immer unerlässlich und in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben, denn schliesslich steht der Schutz der Patientinnen und Patienten an erster Stelle.

 

Quelle: www.interpharma.ch, Jessica Wüthrich